Leider ist immer häufiger zu beobachten, dass Welpen und Besitzer sich zu einer bestimmten Zeit auf einem eingezäunten Areal mit Allerlei buntem Spielzeug treffen und dann zur gegebenen Zeit ihre Welpen los-, und sich selber überlassen.
Betrachtet man dieses Treiben und die Stimmungslage der Welpen genauer kann man sehen, dass nicht jeder Welpe dieses Tun als positiv empfindet.

Die jungen Hunde können unter anderem in solchen Welpengruppen lernen, andere Hunde sind ausschliesslich zum Spielen da oder andere Hunde machen Angst und sind ihm nicht geheuer. Beides sind jedoch keineswegs Dinge, welche für den Welpen oder seinen Menschen hilfreich sind, sondern bergen eher Nährboden für spätere Frustration und die häufig daraus resultierende Aggression.
Jeder Hund (und Welpen sind auch „nur“ Hunde) benötigt ein für seine individuelle Entwicklung passendes Lernen. Dies setzt  voraus, dass der Mensch als Sozialpartner des Hundes erkennt, in welchem Zustand sich sein junger Hund gerade befindet. Die Fähigkeit, das Ausdrucksverhalten zu beobachten und einzuschätzen und daraus das Richtige im richtigen Moment (dem individueller Entwicklungsstand entsprechend) zu tun und das erwünschte Lernen für den Hund abzuleiten, ist ein Lernziel des Menschen in einer guten Welpen- und Junghundegruppe. Sie sehen, es ist keinesfalls ein passives Zusehen, sondern ein aktives Lernen auch, oder besonders für den Menschen.

Aber lernen der Mensch und sein Welpe diese Grundbegriffe in einer WelpenSPIELstunde? Leider nur bedingt und meist nicht individuell auf jedes Hund-Mensch-Team abgestimmt. In vielen Welpenspielstunden wird, wie der Name schon sagt, nur gespielt. Die Welpen kommen auf den Platz, werden abgeleint und dürfen sich erst einmal so richtig austoben.
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